Anleitung · 7. Oktober 2026

Stempelkarte erstellen: Papier oder digital, in 6 Schritten

Prämie, Format, Design, Start, Auswertung: alles, was Sie entscheiden sollten, bevor Sie irgendetwas drucken lassen, und die kostenlosen Optionen für den Einstieg.

Kurz gesagt. So erstellen Sie eine Stempelkarte, die funktioniert: 1) Legen Sie eine einfache, erreichbare Prämie fest, 2) wählen Sie das Format (Pappkarte, App oder Karte im Wallet des Smartphones), 3) gestalten Sie sie in Ihrem Stil, 4) machen Sie die Anmeldung an der Theke sofort möglich, 5) starten Sie mit einem Satz, den Sie jedem Kunden sagen, 6) verfolgen Sie, wer wiederkommt. Starten können Sie kostenlos, auf Papier wie digital.

Papier oder digital: die ehrliche Antwort

Wer „Stempelkarte erstellen“ sucht, landet meist bei Online-Druckereien. Das ist nicht falsch: Eine gedruckte Karte ist schnell bestellt und eignet sich gut, um eine Prämienidee ein paar Tage lang auszuprobieren. Sobald Sie Kunden aber gezielt zurückholen und wissen wollen, wer wiederkommt, stößt Papier an seine Grenzen. Die folgenden 6 Schritte gelten für beide Wege; in Schritt 2 vergleichen wir die Formate direkt.

Schritt 1: die Prämie festlegen (vor allem anderen)

Die Prämie entscheidet über alles: Liegt sie zu weit weg, hält niemand bis zum Ende durch; ist sie zu großzügig, kostet sie Sie Ihre Marge. Drei Fragen helfen bei der Festlegung:

Die passende Formel für Ihre Branche finden Sie in unseren Prämienideen für Ihre Stempelkarte.

Schritt 2: das Format wählen

PappkarteEigene AppKarte im Wallet
Was der Kunde tutSteckt sie ins PortemonnaieLädt eine App, legt ein Konto anScannt einen QR-Code, gibt einen Vornamen ein
Zu Hause vergessen?OftNein, aber die App wird oft gelöschtNein, sie ist im Smartphone
Kunden erneut ansprechenUnmöglichBenachrichtigungen der AppBenachrichtigungen auf der Karte
Wissen, wer wiederkommtNeinJaJa
StartkostenDruckUnterschiedlich, oft ein AboKostenlos möglich (nacard: 10 Kunden)

Die Pappkarte bleibt sinnvoll, um eine Prämienidee in wenigen Tagen zu testen. Geht es aber darum, Kunden zurückzuholen, gewinnt das Format mit der geringsten Hürde: die Karte im Wallet des Smartphones (Apple Wallet auf dem iPhone, Google Wallet auf Android), für die keine App nötig ist. Unser Ratgeber zur digitalen Kundenkarte vergleicht die drei Varianten im Detail.

Schritt 3: das Design

Für die Pappkarte reicht ein kostenloses Layout-Tool. Digital geben Apple und Google das Format vor (Logo, Bildstreifen, Felder, Code): Ein gutes Werkzeug zeigt Ihnen die Karte so, wie sie auf dem Smartphone erscheinen wird, bevor Sie sie veröffentlichen.

Schritt 4: die Anmeldung sofort möglich machen

Eine Karte, die niemand nimmt, bringt nichts. Die Anmeldung muss in die Zeit eines Bezahlvorgangs passen: 30 Sekunden, nicht mehr.

Wie Ihre Kunden ihre Karte ins Wallet legen, zeigt unsere Anleitung Kundenkarte zu Wallet hinzufügen Bildschirm für Bildschirm.

Schritt 5: der Start

Die Karte verbreitet sich nicht von selbst: Den Unterschied macht der Satz an der Theke. Bereiten Sie ihn vor: „Haben Sie schon unsere Stempelkarte? Einfach hier scannen, der 10. Kaffee geht auf uns.“ Zwei Wochen lang jedem Kunden gesagt, reicht das, um den Großteil Ihrer Stammkunden auszustatten.

Für einen schnelleren Start schenken Sie den ersten Stempel bei der Anmeldung: Eine Karte mit 1/10 motiviert mehr als eine leere.

Schritt 6: auswerten und anpassen

Schauen Sie nach einem Monat auf drei Zahlen: wie viele Kunden die Karte genommen haben, wie viele mindestens einmal wiedergekommen sind und wie viele die Prämie erreicht haben. Erreicht sie fast niemand, liegt sie zu weit weg; erreicht sie jeder in einer Woche, ist sie zu leicht. Eine digitale Karte ändern Sie, ohne etwas nachzudrucken.

Stempelkarte kostenlos erstellen

Vorsicht bei „kostenlosen“ Werkzeugen, mit denen Sie Ihre Kunden nicht exportieren können: Ihre Kundendatei muss Ihnen gehören. Unsere Kriterien, um die richtige Stempelkarten-App auswählen, gehen auf diesen Punkt ein.

Die 5 Fehler, die eine Stempelkarte scheitern lassen

  1. Eine Prämie, die zu weit weg liegt (der 20. Besuch in einem Geschäft, in das man einmal im Monat kommt).
  2. Komplizierte Regeln: Stufen, Ausnahmen, Fristen. Was nicht in einen Satz passt, merkt sich niemand.
  3. Eine zu lange Anmeldung: Adresse, Geburtsdatum, Pflicht-E-Mail. Der Kunde bricht ab.
  4. Nie darüber sprechen: Ein QR-Code in einer Ecke reicht nicht.
  5. Nichts mit den Daten anfangen: Zu wissen, dass ein Stammkunde seit zwei Monaten nicht mehr da war, hilft nur, wenn man ihn erinnert.

Konkrete Beispiele nach Branche: Bäckerei, Café, Friseur, Restaurant, Kosmetikstudio, Blumenladen, Obst und Gemüse, Metzgerei.

Veröffentlicht am 7. Oktober 2026 vom nacard-Team.

Häufige Fragen

Wie erstelle ich eine Stempelkarte kostenlos?

Auf Papier mit einem kostenlosen Layout-Tool und einem Druck. Digital bietet nacard einen kostenlosen Tarif ohne zeitliche Begrenzung für 10 Kunden, mit einer echten Karte für Apple Wallet und Google Wallet.

Welche Prämie gehört auf eine Stempelkarte?

Eine einfache Prämie, die je nach Besuchshäufigkeit in einigen Wochen oder Monaten erreichbar ist: der 10. Kaffee gratis, der 6. Haarschnitt gratis, 5 € Gutschrift ab 250 Punkten. Eine einzige Regel, auf einen Blick verständlich.

Stempelkarte mit Stempeln oder Punkten?

Stempel, wenn die Einkäufe preislich ähnlich sind (Café, Bäckerei, Barbershop). Punkte (oft einer pro Euro), wenn der Einkaufswert stark schwankt (Obst und Gemüse, Metzgerei, Blumenladen, Restaurant).

Welche Daten sollte ich vom Kunden abfragen?

So wenig wie möglich: Ein Vorname reicht für eine Karte. Telefonnummer oder E-Mail-Adresse können freiwillig bleiben, und die Einwilligung für Angebote muss getrennt eingeholt werden, ohne vorangekreuztes Kästchen.

Braucht man eine App für eine digitale Stempelkarte?

Nein. Eine Wallet-Karte landet in Apple Wallet oder Google Wallet, die auf den Smartphones schon vorhanden sind: Der Kunde installiert nichts.

Erstellen Sie Ihre Karte in 3 Minuten, kostenlos.

Die Demo dauert 30 Sekunden, die Einrichtung 3 Minuten. Kostenlos starten, ohne Vertragsbindung.